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Jesus und Maria - ihre Vorbilder im Alten Bund
Bei Erschaffung aller Dinge hatte Gott Christus unseren Herrn und dessen heiligste Mutter im Auge
 
 
 
 
Im achten Kapitel der Sprichwörter sagt die Weisheit von sich selbst, dass sie bei der Erschaffung des Weltalls mit dem Allerhöchsten zugegen war und alles ordnete. Diese Weisheit ist, wie ich oben schon bemerkte, das menschgewordene Wort, welches mit Seiner heiligsten Mutter zugegen war, als Gott die Erschaffung des Weltalls in Seinem Geiste beschloß. Der Sohn war nämlich in jenem Augenblicke nicht bloß durch die Einheit seiner göttlichen Natur mit dem Vater und dem Heiligen Geiste zugegen, sondern es war im göttlichen Geiste des Vaters von allen zu erschaffenden Dingen an erster Stelle die Menschheit vorausgesehen und gebildet, die das ewige Wort annehmen sollte, und zugleich dessen heiligste Mutter, welche aus ihrem reinsten Geblüte diese Menschheit ihm geben sollte. In diesen beiden Personen waren aber auch alle Ihre Werke vorausgesehen; und gerade diese Werke nahm der Allerhöchste, menschlich zu reden, gleichsam als Verpflichtung an, auf all das nicht mehr zu achten, was das Menschengeschlecht und auch die gefallenen Engel gegen ihn verübten und wodurch sie Gott sozusagen genötigt hätten, von der Erschaffung der übrigen Menschen und überhaupt von der Erschaffung aller Kreaturen, die er zum Dienste der Menschen hervorbringen wollte, abzustehen.
Der Herr schaute auf Seinen eingeborenen, menschgewordenen Sohn und dessen heiligste Mutter als auf die Musterbilder, zu deren Schaffung Er die ganze Grösse Seiner Weisheit und Macht aufbot. Sie sollten Ihm gleichsam als die Vorbilder dienen, nach welchen Er das ganze Menschengeschlecht bilden wollte. Alle übrigen Menschen sollten diesen beiden Abbildern Seiner Gottheit gleichförmig und gemäss diesen Vorbildern Gott ähnlich werden. Gott schuf auch die körperlichen, zum menschlichen Leben erforderlichen Dinge, aber mit solcher Weisheit, dass einzelne von ihnen gleichfalls als Symbole oder Wahrzeichen dienten, um jene beiden Personen einigermaßen zu versinnbilden, welche Gott vornehmlich im Auge hatte, nämlich die heiligsten Personen Christi und Mariä. Zu diesem Zwecke schuf er die beiden Lichter am Himmel (Gn 1,16), die Sonne und den Mond, damit sie, Tag und Nacht voneinander scheidend, Jesus Christus und Seine heiligste Mutter Maria sinnbildlich darstellen;
denn Jesus Christus ist die Sonne der Gerechtigkeit, Maria aber "ist schön wie der Mond" (Hl 6,9), und beide scheiden das Licht oder den Tag der Gnade von der Nacht der Sünde. Auch darin sind Sonne und Mond Vorbilder Jesu und Mariä, dass sie einen beständigen Einfluss auf die übrigen Geschöpfe ausüben. Die Sonne nämlich erleuchtet den Mond, beide miteinander aber erleuchten alle anderen Geschöpfe, das Firmament mit seinen Gestirnen und alle weiteren Dinge bis an die äußersten Grenzen des Weltalls.
Gott schuf auch die übrigen Dinge und verlieh ihnen mit Rücksicht darauf, dass sie Christus und Seiner heiligsten Mutter Maria und eben dadurch auch den übrigen Menschen zu dienen hätten, größere Vollkommenheit. So hatte Gott den Menschen, noch bevor sie aus dem Nichts hervorgezogen waren, ein höchst schmackhaftes, reichliches und gefahrloses Gastmahl zubereitet, ein Gastmahl, das weit bewunderungswürdiger war als jenes des Assuerus (Est 1,3). Er wollte ja die Menschen erschaffen, damit sie an Seiner Seligkeit teilnehmen könnten. Er wollte sie einladen zu den süßen Freuden Seiner Erkenntnis und Liebe; und als ein gütiger und großmütiger Herr wollte Er nicht, dass der Eingeladene zu warten habe, sondern sobald er erschaffen sein würde, sollte er sich im selben Augenblicke schon an die Tafel der Erkenntnis und Liebe Gottes gesetzt sehen, damit er in einer so wichtigen Bestimmung, wie die Erkenntnis und Verherrlichung Gottes ist, keine Zeit verliere.
Am sechsten Tage der Schöpfung bildete und schuf Gott den Adam (Gn 1,27) wie einen Mann von dreiunddreißig Jahren; denn dieses ist das Alter, in welchem Jesus Christus, unser höchstes Gut, bei Seinem Tode stehen sollte. Adam war der heiligsten Menschheit so ähnlich gestaltet, dass er dem Leibe nach sich kaum von Ihm unterschied und auch der Seele nach Christus gleichförmig war. Aus Adam bildete Gott die Eva, und zwar in solcher Ähnlichkeit mit der seligsten Jungfrau, dass sie ihr in allen Zügen und in ihrer Statur gleichsah. Mit höchstem Wohlgefallen und Wohlwollen schaute Gott auf diese beiden Abbilder der Urbilder, die er seinerzeit ins Dasein rufen wollte, und ihretwegen verlieh er ihnen zahlreiche Segnungen, gleich als wollte Er sich an ihnen und ihren Nachkommen erfreuen, bis endlich der Tag käme, an dem Er Christus und Maria erschaffen wollte.
Doch der glückliche Zustand, in welchem Gott die ersten Stammeltern des Menschengeschlechtes erschaffen hatte, dauerte nur kurze Zeit; denn alsbald erwachte gegen sie der Neid der Schlange, welche mit gespannter Erwartung ihrer Erschaffung entgegengesehen hatte. Luzifer konnte zwar die Erschaffung Adams und Evas nicht sehen, wie er alle übrigen Dinge im Augenblicke ihrer Erschaffung gesehen hatte; denn der Herr wollte ihm das Werk der Schöpfung des Menschen und die Bildung der Eva aus der Rippe nicht offenbaren; all dies verbarg ihm Seine Majestät eine Zeitlang, bis nämlich beide bereits erschaffen waren. Als aber der Teufel die alle übrigen Geschöpfe übertreffende, wunderbare Gestaltung der menschlichen Natur sowie die Schönheit Adams und Evas an Leib und Seele erblickte, als er sah, mit welch väterlicher Liebe der Herr auf sie schaute und wie Er sie zu Herren und Gebietern der ganzen Schöpfung erhob (Gn 1,28) und ihnen das ewige Leben in Aussicht stellte, da entbrannte sein Zorn heftiger als jemals zuvor. Keine Zunge wäre imstande, zu beschreiben, mit welchem Ingrimm dieser Drache sich erhob; sein Neid trieb ihn an, ihnen das Leben zu nehmen, und er hätte einem reißenden Löwen gleich es auch getan, wenn er sich nicht von einer höheren Macht daran gehindert gesehen hätte. Er überlegte und erwog aber die Mittel und Wege, wie er sie beide der Gnade des Allerhöchsten berauben und wider Gott aufwiegeln könnte.
Bei dieser Gelegenheit hat sich aber Luzifer selbst betrogen. Der Herr hatte ihm nämlich gleich von Anfang an in geheimnisvoller Weise zu erkennen gegeben, dass das ewige Wort im Schoße der heiligsten Jungfrau Mensch werden würde; die Art und Weise aber, wie und die Zeit, wann dies geschehen würde, hatte er ihm nicht zu wissen getan, und darum hatte Er ihm auch die Erschaffung Adams und die Bildung Evas verborgen, damit er schon von da an seine Unwissenheit bezüglich des Geheimnisses der Menschwerdung und der Zeit, wann sie geschähe, zu fühlen hätte. Da nun aber sein Zorn wie seine Wachsamkeit zum voraus schon ganz besonders gegen Christus und Maria gerichtet waren, so kam ihm der Verdacht, Adam sei aus Eva geboren, Eva sei die Mutter und Adam sei das menschgewordene Wort. Dieser Verdacht wuchs noch mehr, da er die göttliche Macht fühlte, welche ihn abhielt, sich an ihrem Leib und Leben zu vergreifen. Indes löste sich dieser Zweifel nach und nach, weil er bald darauf auch von den Geboten, die Gott ihnen gegeben hatte, Kenntnis erhielt, indem er Adam und Eva sich darüber besprechen hörte. Nun fing er an, auf ihre Reden zu horchen, ihre Anliegen auszuspähen, einem hungrigen Löwen gleich sie zu umkreisen (1 Petr. 5,8) und durch die Neigungen, die er in einem jeden von ihnen entdeckte, Eingang in sie zu suchen. Bis er jedoch vollständig ins klare gekommen war, schwankte er immer noch zwischen dem Zorn, den er gegen Christus und Maria hatte, und zwischen der Furcht, von ihnen überwunden zu werden. Am meisten fürchtete er die Schande, von der Himmelskönigin besiegt zu werden, weil diese nicht Gott, sondern ein bloßes Geschöpf sein würde.
Indem nun Luzifer an das Gebot, das Adam und Eva gegeben war, anknüpfte, rückte er mit seiner Versuchung gegen sie vor. Er benützte dabei die bekannte verführerische Lüge als Waffe und begann, sich mit aller Gewalt dem Willen Gottes zu widersetzen und Ihm entgegenzuwirken. Er machte sich aber zunächst nicht an den Mann, sondern an die Frau, weil er sah, dass diese eine zartere und schwächere Natur habe. Auch ging er bei ihr sicherer, weil sie jedenfalls nicht Christus war. Dazu kommt, dass er gegen sie ganz besonders ergrimmt war wegen des Zeichens, das er im Himmel gesehen, sowie der Drohung, welche Gott im Hinweise auf jene Frau gegen ihn ausgesprochen hatte. Alle diese Gründe reizten ihn eher gegen Eva als gegen Adam. Bevor er aber offen vor sie trat, flüsterte er ihr allerlei ungeordnete Gedanken und lebhafte Vorstellungen ein, um sie so einigermaßen verwirrt und vorbereitet zu finden. Weil ich aber hierüber an einer anderen Stelle mehr gesagt habe, will ich mich hier nicht des näheren erklären, wie gewaltig, ja unmenschlich der Satan Eva versuchte; es genügt hier, kurz darauf hinzuweisen, was die Heilige Schrift sagt, dass nämlich Luzifer die Gestalt einer Schlange annahm und in dieser Gestalt mit Eva sprach (Gn 3,1). Eva aber ließ sich in das Gespräch ein. Dies hätte sie nicht tun sollen; denn vom Anhören und Antwortgeben kam sie dazu, dem Satan zu glauben, und dadurch geriet sie so weit, das Gebot zuerst selber zu übertreten und schließlich auch den Mann zu bereden, dass er zu seinem und aller Menschen Unheil das Gleiche tat, wodurch unsere Stammeltern für sich und für uns den glücklichen Stand, in den der Allerhöchste sie versetzt hatte, verloren.
Als Luzifer gewahrte, dass die beiden Stammeltern fielen und die innere Schönheit der ursprünglichen Gnade und Gerechtigkeit der Häßlichkeit der Sünde gewichen war, brach er vor den übrigen bösen Geistern in ein unbeschreibliches Frohlocken und Triumphieren aus. Doch bald verging dies wieder; denn er sah, wie sich der gütigste Gott in seiner Liebe so barmherzig gegen die beiden Schuldigen erzeigte, ganz anders, als er es gewünscht hätte. Er sah, wie Gott ihnen Zeit zur Buße gab und die Hoffnung erweckte, Verzeihung und die göttliche Gnade wieder zu erlangen, und dass sie durch Schmerz und innige Reue sich dafür empfänglich machten. Er sah, wie ihnen die Schönheit der Gnade und Freundschaft Gottes wieder gegeben wurde. Dies brachte die ganze Hölle aufs neue in den größten Schrecken, weil sie bemerkte, was die vollkommene Reue zu bewirken vermag. Die Bestürzung Luzifers wurde noch größer, als er den Urteilsspruch hörte, den Gott über die Schuldigen aussprach und den er ganz anders erwartet hätte. Was ihm aber die meiste Qual verursachte, das war die Drohung, die er schon im Himmel gehört hatte und die er jetzt aufs neue hören musste, die Drohung: "Die Frau wird dir den Kopf zertreten" (Gn 3,15).
Nach dem Fall in die Sünde gebar Eva zu verschiedenen Malen. Die Zahl der Menschen vermehrte sich, und sie schieden sich in Gute und Böse, Auserwählte und Verworfene, in solche, welche Christus, unserem Erlöser und Meister, folgen, und solche, welche dem Satan gehorchen. Die Auserwählten folgen ihrem Führer durch den Glauben, Demut, Liebe, Geduld und alle Tugenden, und damit sie zum Siege gelangen, werden sie gestützt, gestärkt und geziert mit der Gnade und den Gaben Gottes, die der Herr und Heiland aller Menschen ihnen verdient hat. Die Verworfenen aber, welche von ihrem meineidigen Anführer solche Wohltaten und Gaben nicht empfangen und von ihm auch nichts zu erwarten haben als die ewige Pein und Schande der Hölle, folgen ihm durch Stolz, Anmaßung, Ehrgeiz und durch allerlei Schandtaten und Verbrechen, die der Vater der Lüge und Urheber der Sünde in die Welt eingeführt hat.
Trotzdem gab der Allerhöchste in Seiner unaussprechlichen Güte den Menschen Seinen Segen, damit sie wachsen und das Menschengeschlecht sich vermehre (Gn 1,28). Die göttliche Vorsehung ließ es aber zu, dass die erste Geburt Evas in der Person des ungerechten Kain die Erstlinge der ersten Sünde hervorbrachte, während die zweite Geburt in der Person des unschuldigen Abel den Zerstörer der Sünde, Christus unseren Herr, andeuten sollte, und zwar sowohl als Vorbild wie auch durch Nachahmung. Schon im ersten Gerechten sollte das Gesetz und die Lehre Christi gleichsam ihren Anfang nehmen, jene Lehre, von welcher alle folgenden Gerechten Schüler werden mussten, indem sie für die Gerechtigkeit leiden und von den Sündern und Verworfenen, ja selbst von den eigenen Brüdern gehasst und unterdrückt werden. Darum nahmen in Abel ihren Anfang die Geduld, Demut und Sanftmut; in Kain aber der Neid und alle Verbrechen, die er verübte, sich selber zum Verderben, dem Gerechten zur Krone: Der Böse triumphierte, der Gute aber litt. Dies war der Anfang jedes Schauspiels, das die Welt seit jenem Tage darbietet, indem sie sich in zwei Städte scheidet, in Jerusalem, die Stadt der Gerechten, und in Babylon, die Stadt der Verworfenen. Eine jede von ihnen hat ihren Herrscher und ihr Haupt (Gn 4,1ff.).
 
Der Allerhöchste hat auch gewollt, dass der erste Adam ein Vorbild des zweiten sei in der Art und Weise der Erschaffung; denn gleichwie Gott vor der Erschaffung des Adams den gesammten Haushalt der übrigen Geschöpfe schuf und ordnete, über welche Er ihn zum Herrn und Haupte setzte, ebenso ließ Gott es auch bei seinem Eingeborenen geschehen. Er ließ viele Jahrhunderte vorübergehen, bevor er ihn sandte, damit das Menschengelschlecht sich vorher vermehre und er auf diese Weise ein Volk vorfinde, dessen Haupt, Lehrer und wahrer König Er sein sollte, ohne dass Er auch nur einen Augenblick lang ohne Reich und ohne Untertanen zu sein brauchte. Das ist eben die wunderbare Ordnung und Harmonie, mit welcher die göttliche Weisheit alles eingerichtet und gewollt hat, dass das, was das Frühere war im Ratschluß, das Spätere sei in der Ausführung.
 
Während die Weltgeschichte ihren Verlauf nahm und die Zeit näherrückte, in der das Wort aus dem Schoße des ewigen Vaters niedersteigen und sich mit unserer sterblichen Natur bekleiden sollte, wählte sich Gott zuvor ein Volk aus, welches von den übrigen abgesondert, sehr edel und durch wunderbare Vorzüge mehr ausgezeichnet war als irgendein anderes Volk früherer oder späterer Zeit. Aus diesem Volke wählte Er eine edle, heilige Familie aus, von der das Wort dem Fleische nach abstammen sollte. Ich will jedoch nicht länger bei Aufzählungen des Geschlechtsregisters Christi, unseres Herrn, verweilen; denn die heiligen Evangelisten zählen das auf (Mt Kap. 1, Lk Kap. 3). Nur dies will ich mit aller mir möglichen Lobpreisung des Allerhöchsten hier sagen, dass er mir bei verschiedenen Gelegenheiten und zu verschiedenen Zeiten gezeigt hat, welch unvergleichliche Liebe Er zu seinem Volke getragen und welch große, höchst geheimnisvolle Werke Er an ihm gewirkt hat, Werke, deren tiefe Bedeutung erst später in der heiligen Kirche völlig erschlossen wurde. So ging in Erfüllung, was der Psalmist sagt: "Er schlummert und schläft nicht, der Israel behütet" (Ps 120, 4).
 
Gott erweckte sehr heilige Propheten und Patriarchen, damit sie in Vorbildern und Weissagungen aus weiter Ferne uns das verkündeten, was wir jetzt besitzen. Wir aber schulden diesen Heiligen unsere Verehrung, wenn wir bedenken, wie hoch sie das Gesetz der Gnade geschätzt und mit welch inbrünstigen Seufzern und Bitten sie danach verlangt und darum gefleht haben. Ihnen enthüllte Gott durch zahlreiche Offenbarungen Seine unwandelbare Wesenheit; sie aber haben diese Offenbarungen an uns vermittelt durch die Heilige Schrift, die eine unermeßliche Fülle von Geheimnissen in sich schließt, die wir durch den Glauben erkennen und uns zu eigen machen können. Alle diese Geheimnisse hat das menschgewordenen Wort erfüllt und bestätigt und damit Seine Kirche in den Besitz der unfehlbaren Lehre und der geistlichen Nahrung der Heiligen Schriften gesetzt. Die Propheten und Gerechten des israelitischen Volkes wurden allerdings der leiblichen Anschauung Christi nicht gewürdigt; dennoch war der Herr auch gegen sie höchst freigebig, indem Er in Weissagungen sich ihnen offenbarte und ihr Herz entflammte, die Ankunft des Erlösers und die Erlösung des ganzen Menschengeschlechtes zu erflehen. Alle diese Prophezeiungen und Geheimnisse, alle diese Bitten und Seufzer waren in den Ohren des Allerhöchsten gleichsam eine lieblich klingende, wunderbar harmonische Musik, die im Innersten seines Herzens Widerhall fand; sie bildeten in jener Zeit des alten Gesetzes, menschlich gesprochen, seinen Trost, ja um ihretwillen beschleunigte Er die Zeit, in der Er vom Himmel herabkommen wollte, um mit den Menschen zu verkehren.
 
Ich will mich jedoch bei dem, was mir der Herr hierüber geoffenbart hat, nicht länger aufhalten und gehe gleich auf meinen eigentlichen Gegenstand über, nämlich auf die Vorbereitungen, die der Herr für die Ankunft des menschgewordenen Wortes und Seiner heiligsten Mutter getroffen hat. Ich erzähle diese kurz in der gleichen Ordnung, in der sie uns in den heiligen Büchern geschildert sind.
Das erste Buch Mosis (Genesis) enthält den Anfang und die Erschaffung der Welt, die Gott um des Menschen willen erschaffen hat; ferner die Teilung der Länder und Völker, ihre Züchtigung und Wiederherstellung, die Verwirrung der Sprachen, den Ursprung des auserwählten Volkes, seine Wanderung nach Ägypten und viele andere große Geheimnisse, die Gott dem Moses geoffenbart hat, damit wir dadurch seine Liebe und Gerechtigkeit erkennen möchten, in der Er von Anbeginn an die Menschen zu Seiner Erkenntnis und Seinem Dienste führen und das zum voraus andeuten wollte, was Er nachmals auszuführen beschlossen hatte.
 
Das zweite Buch Mosis (Exodus) erzählt die Erlebnisse des auserwählten Volkes in Ägypten, die verschiedenen Plagen, welche Gott über Ägypten verhängte, um Sein Volk zu befreien, was nicht ohne geheimnisvolle Vorbedeutung geschah; sodann den Durchzug durch das Meer, die Übergabe des geschriebenen Gesetzes, die nach vielen Vorbereitungen und unter Zeichen und Wundern vor sich ging, und noch viele andere Geheimnisse und Wunder, die Gott für sein Volk wirkte. Das eine Mal strafte Gott die Feinde der Israeliten, ein anderes Mal die Israeliten selber. Jene züchtigte Er als strenger Richter, diese wies Er zurecht wie ein liebevoller Vater, indem Er sie lehrte, wie sie in den Leiden die Wohltat erkennen sollten. Große Wunder wirkte Gott durch den Stab des Moses. Dieser Stab war ein Vorbild des Kreuzes, an welchem das menschgewordene Wort als Opferlamm dargebracht werden sollte, den einen zur Auferstehung, den anderen zum Falle (Lk 2,34); denn der Stab des Moses wurde beim Durchzug durch das Rote Meer den Juden zum Heil, den Ägyptern zum Verderben, indem die ersteren durch Mauern von Wassern beschützt, die letzteren aber duch die Fluten ertränkt wurden. Während der Herr alle diese Geheimnisse wirkte, durchflocht Er das Leben der Heiligen mit Freude und Trauer, mit Mühsal und Trost, indem Seine unendliche Weisheit und Vorsehung alles so fügte, dass dadurch das Leben und Sterben Unseres Herrn Jesu Christi vorgebildet wurde.
 
Im dritten Buch Mosis (Levitikus) sind zahlreiche Opfer und gesetzliche Zeremonien beschrieben und verordnet, um Gott zu versöhnen. Diese Opfer waren Vorbilder des Lammes, welches sich einstmals der göttlichen Majestät für uns und alle Menschen opfern und damit jene vorbildlichen Opfer erfüllen sollte. Ferner werden die priesterlichen Gewänder des Hohenpriesters Aaron erklärt. Aaron war ein Vorbild Christi, obwohl Christus Priester war nicht nach der niedrigen Ordnung Aarons, sondern nach der Ordnung des Melchisedech (Ps 109,4).
 
Das vierte Buch Mosis (Numeri) beschreibt den Aufenthalt der Israeliten in der Wüste. Es enthält zahlreiche Vorbilder der heiligen Kirche und Christi, des menschgewordenen Sohnes Gottes, sowie Seiner heiligsten Mutter. Aber auch die übrigen Gerechten sind darin in mannigfacher Weise vorgebildet; denn die Feuersäule, das Manna, der Felsen, aus welchem Wasser quoll, und andere Vorkommnisse und Geheimnisse deuten in verschiedenem Sinne auf das, was im Neuen Bunde geschah. Überdies enthält dieses Buch die Volkszählungen und andere Geheimnisse von größter Bedeutung.
 
Das fünfte Buch Mosis (Deuteronomium) enthält das zweite Gesetz. Es ist dieses jedoch kein vom ersten verschiedenes Gesetz, sondern nur eine Wiederholung desselben, und zwar in der Weise, dass es das Gesetz des Evangelium noch deutlicher vorbildet. Weil nämlich nach den verborgenen Ratschlüssen Gottes und aus Gründen, die nur Seiner unendlichen Weisheit bekannt sind, die Zeit der Menschwerdung sich noch verzögern sollte, so wollte Gott das Gesetz auf solche Art erneuern, dass es jenem Gesetze gleiche, welches Er nachher durch seinen eingeborenen Sohn zu gründen beschlossen hatte.
 
Josue führte das Volk Gottes in das Land der Verheißung. Nach Überschreiten des Jordans verteilt er das Land und wirkt große Taten, so dass er nicht nur dem Namen nach, sondern auch durch seine Werke ein gar deutliches Vorbild unseres Erlösers ist. Durch ihn ist die Zerstörung der vom Satan in Besitz genommenen Reiche vorgebildet sowie jene Scheidung der Guten und Bösen, die am Jüngsten Tage stattfinden wird.
 
Auf das Buch Josue folgt das Buch der Richter. Als nämlich das israelitische Volk sich bereits im Besitz des verheißenen und ersehnten Landes befand, das in erster Linie und im eigentlichen Sinne ein Vorbild der Kirche ist, die sich Jesus Christus um den Preis Seines Blutes erworben hat, verordnete Gott die Richter. Diese mußten das Volk regieren, namentlich zur Zeit jener Kriege, mit denen es zur Strafe für seinen beständigen Ungehorsam und seine Abgötterei von seiten der Philister und anderer feindlich gesinnter Nachbarvölker heimgesucht wurde. In diesen Kriegen beschützte und befreite sie der Herr, so oft sie sich durch Buße und Besserung des Lebens zu Ihm bekehrten. In dem erwähnten Buche werden die Taten zweier starker, heldenmütiger Frauen erzählt, nämlich der Richterin Debbora, die das Volk von schwerem Druck befreite, und der Jahel, die gleichfalls zum Sieg beitrug. Alle diese Ereignisse sind ausdrückliche Vorbilder und Gleichnisse dessen, was in der Kirche geschieht.
 
Nach den Richtern kamen die Könige. Die Israeliten hatten nämlich um Könige gebeten, weil sie den übrigen Völkern in der Regierungsweise ähnlich sein wollten. Diese Bücher enthalten große Geheimnisse, welche auf die Ankunft des Messias deuten. Der Tod des Priesters Heli und des Königs Saul bedeutet die Abschaffung des alten Gesetzes. Sadok und David versinnbilden das neue Reich und Priestertum Christi sowie die Kirche, welche im Verhältnis zur Gesamtheit der Menschen nur ein kleine Zahl in sich schließt. Die übrigen Könige Israels und Judas sowie die wiederholten Gefangenschaften sind gleichfalls Vorbilder großer Geheimnisse in der heiligen Kirche.
 
Während der Zeit der beschriebenen Ereignisse lebte der geduldige Job. Alle seine Worte sind voll von Geheimnissen. Diese beziehen sich auf das Leben unseres Herrn Jesu Christi, auf die Auferstehung der Toten in demselben Fleische, das ein jeder auf Erden hat, ferner auf das Letzte Gericht sowie auf die Gewalt und Hinterlist des Satans und seine Anfechtungen. Ganz besonders aber wollte Gott in Job allen Sterblichen einen Spiegel der Geduld vor Augen halten, damit wir alle von ihm lernen, wie wir die Leiden ertragen sollen, da wir das Leiden und Sterben Christi als etwas bereits Geschehenes vor Augen haben; denn vor der Zeit Christi hat es keinen Heiligen gegeben, der Ihn in solcher Geduld nachahmte, obwohl Job Ihn nur wie aus weitester Ferne schaute.
 
Die zahlreichen großen Propheten, die Gott zur Zeit der Könige seinem Volke sandte (denn zu jener Zeit bedurfte es derselben am meisten), berichten so große und tiefe Geheimnisse, dass jedermann sieht, wie Gott alles getan hat, um die Ankunft des Messias und Sein Gesetz deutlich anzukündigen. Dies ist vom Herrn zuvor schon durch die Altväter und Patriarchen geschehen. In all diesen Heiligen schuf Gott ebenso viele Vorbilder oder Ebenbilder des menschgewordenen Wortes, durch welche Er die Menschen auf den kommenden Messias und Sein Gesetz vorbereiten und letzterem ein Volk zurüsten wollte.
 
In den drei großen Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob legte Gott große Gnaden nieder, damit er sich gleichsam mit Ehren den "Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs" nennen könnte. Um in diesen Namen sich zu ehren, wollte Gott sie ehren durch Offenbarung ihrer Würde, ihrer ausgezeichneten Tugenden und der großen Geheimnisse, die Er ihnen anvertraut hatte. Der Patriarch Abraham war berufen, das in seiner Person darzustellen und vorzubilden, was später der ewige Vater zu tun beschlossen hatte durch Hingabe Seines eingeborenen Sohnes. Darum prüfte Gott diesen Patriarchen durch das Gebot, den Isaak zu opfern (Gn 22,1). Als aber der gehorsame Vater das Opfer vollziehen wollte, hinderte ihn daran derselbe Herr, der es befohlen hatte. Ein so heldenmütiges Werk wie die wirkliche Hinopferung des Eingeborenen wollte der Vater sich selber vorbehalten; von Abraham sollte man nur sagen können, dass er wenigstens bereit war, es zu tun. Wer bewundert hier nicht die eifersüchtige Liebe Gottes, die so stark war wie der Tod (Hl 8,6). Ein so schönes Vorbild sollte nicht unvollkommen bleiben; es wurde vollendet, indem Abraham einen Widder opferte; denn dieser war gleichfalls ein Vorbild jenes Lammes, welches die Sünden der Welt hinwegnehmen sollte (Jo 1,29).
 
Dem Jakob zeigte der Herr die Himmelsleiter (Gn 28,12). Diese schloß gar viele Geheimnisse und bedeutungen in sich. Ganz besonders aber versinnbildete sie das menschgewordene Wort; denn dieses ist der Weg und die Leiter, auf der wir zum Vater aufsteigen und auf der die Gottheit zu uns niederstieg. An dieser Leiter steigen die Engel auf und nieder, die uns erleuchten, beschützen und auf den Händen tragen (Ps 90,12), damit wir uns nicht anstoßen an die Steine der Irrtümer, Ketzerein und Laster, mit denen unser irdischer Lebensweg besät ist, sondern damit wir mitten durch sie sicher hindurchgehen und auf dieser Leiter aufsteigen durch den Glauben und die Hoffnung der heiligen Kirche, die nichts anderes ist als das "Haus Gottes und die Pforte des Himmels" (Gn 28,17) und der Heiligkeit.
 
Den Moses hatte Gott erwählt, "der Gott Pharaos" (Ex 7,1) und Anführer des israelitischen Volkes zu werden. Darum zeigte Er ihm den wunderbaren Dornbusch (Ebd. 3,2ff.), der brannte und doch nicht verbrannte. Dieser Dornbusch bedeutete in prophetischer Weise die in unsere menschliche Natur gehüllte Gottheit unseres Erlösers, in welchem das Menschliche dem Göttlichen keinen Abbruch tat und das Göttliche das Menschliche nicht verzehrte. Zugleich bedeutete der Dornbusch die ewige Jungfräulichkeit der Mutter des Wortes an Leib und Seele, und dass sie, obwohl Tochter Adams und mit jener Natur bekleidet, die von der ersten Schuld angesteckt ist, dennoch rein und fleckenlos sein werde.
 
Den David hat Gott gleichfalls zu einem Manne nach seinem Herzen gemacht (1. Kön 13,14), auf dass er die Erbarmungen des Herrn in würdiger Weise lobsingen könnte (Ps 88,2). Dies hat er auch getan; denn in seinen Psalmen sind nicht bloß alle Geheimnisse des Gnadengesetzes enthalten, sondern auch die des geschriebenen und des natürlichen Gesetzes. Auch hat er die Zeugnisse, Gerichte und Werke des Herrn nicht bloß mit seinem Munde besungen, sondern er hat sie auch in seinem Herzen bewahrt, um sie zu betrachten bei Tag und bei Nacht (Ebd.1,2). Dadurch, dass er Beleidigungen verzieh, wurde er ein sprechendes Abbild dessen, der kommen sollte, um uns die unsrigen zu verzeihen. Darum werden ihr auch die deutlichsten und nachdrücklichsten Verheißungen von der Ankunft des Welterlösers gegeben.
 
Salomon, der Friedenskönig, und in dieser Hinsicht ein Vorbild des wahren Königs der Könige, hat seine große Weisheit geoffenbart in verschiedenen heiligen Büchern, in denen er die Geheimnisse Christi andeutet. Hauptsächlich hat er dies getan in den Bildern des Hohenliedes, in denen er in geheimnisvoller Weise von dem menschgewordenen Worte, von Seiner heiligsten Mutter, von der Kirche und den Gläubigen redet. Auch hat er die mannigfachsten Sittenlehren verkündet, aus denen viele andere Schriftsteller wie aus einer Quelle der Wahrheit und des Lebens geschöpft haben.
 
Wer wird aber den Herrn würdig zu lobpreisen vermögen für die Wohltat, die Er uns erwiesen hat, indem Er uns aus der Mitte seines Volkes die glorreiche Schar der heiligen Propheten gegeben hat? Denn diesen heiligen Männern hat die ewige Weisheit die Gnade der Weissagung in reichster Fülle mitgeteilt und hat sie zu ebenso vielen Leuchten in Seiner Kirche gemacht, damit sie uns die Sonne der Gerechtigkeit und die Strahlen, welche diese im Gesetz der Gnade durch ihre Werke ausgießen sollte, aus weitester Ferne verkündigten.
Die beiden großen Propheten Isaias und Jeremias waren auserwählt, uns in ebenso tiefsinniger als lieblicher Weise die Geheimnisse der Menschwerdung des Wortes, Seine Geburt, Sein Leben und Sterben zu verkünden. Isaias gab uns die Verheißung, dass eine Jungfrau empfangen und gebären werde, dass sie uns einen Sohn schenken werde, dessen Namen man Emmanuel nenne (Is 7,14). Er sagte, es werde uns einen Sohn geboren werden, auf dessen Schultern die Herrschaft ruhe (Ebd. 9,6). Aber auch die übrigen Geheimnisse des Lebens Christi sagte dieser Prophet mit solcher Klarheit voraus, dass seine Weissagung ein Evangelium zu sein scheint. Jeremias verkündete, der Herr werde Neues schaffen auf Erden, eine Frau werde in ihrem Schoß einen Mann umschließen (Klgl 3,1ff.). Dieser Mann kann offenbar niemand anders sein als Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch. Derselbe Prophet verkündete ferner die Geheimnisse des Lebens Christi, Sein Leiden, die schmachvolle Behandlung, die Er erfahren und den Tod, den Er erdulden sollte (Klgl 3,1ff). Wenn ich an diese Propheten denke, bin ich von Erstaunen und Bewunderung ganz hingerissen. Isaias flehte, der Herr möge das Lamm senden, den Beherrscher der Erde, aus Petra in der Wüste nach dem Berge der Tochter Sion (Is 16,1). Er bittet, der Herr möge das Lamm senden, d. h. das menschgewordene Wort, welches seiner Gottheit nach im Himmel war. Der Himmel aber wird hier Wüste genannt, weil er von Menschen noch ganz leer war. Auch wird er Petra-Fels genannt, wegen seiner Unbeweglichkeit, Festigkeit und der ewigen Ruhe, die man darin genießt. Der Berg, auf welchen der Messias kommen soll, bedeutet im geistlichen Sinne die heilige Kirche und vor allem die allerseligsten Jungfrau Maria, die Tochter Sions, d. i. "der Anschauung des Friedens". Der Prophet beruft sich auf sie als die Mittlerin, durch welche Er den ewigen Vater bestimmen will, das Lamm, d.i. seinen Eingeborenen, zu senden; denn unter allen anderen Menschen findet sich kein einziger, welcher den Herrn in so wirksamer Weise bestimmen konnte, Mensch zu werden, wie diese Mutter, welche das Lamm mit dem Vlies Seiner heiligsten Menschheit bekleiden sollte. Alle diese Gedanken sind in jenem prophetischen und lieblichen Gebete des Isaias enthalten.
 
Ezechiel schaute gleichfalls diese jungfräuliche Mutter, und zwar unter dem Bilde oder Gleichnis jenes "verschlossenen Tores", welches nur für den Gott Israels offenstehen sollte und durch welches kein anderer eingehen durfte (Ez 44,2). Habakuk schaute Christus unseren Herrn am Kreuze. Auch weissagte er in bedeutungsvollen Worten die Geheimnisse der Erlösung und die wunderbaren Wirkungen des Leidens und Sterbens unseres Heilandes (Hab 3). Joel beschreibt das Land der zwölf Stämme, unter denen die zwölf Apostel, die Häupter aller Kinder der Kirche, verstanden sind (Joel 2,28). Auch verkündete er die Herabkunft des Heiligen Geistes über alle Diener und Dienerinnen des Allerhöchsten und deutete auf die Zeit der Ankunft und des Lebens Christi. Aber auch alle übrigen Propheten haben die Geheimnisse des Lebens Christi wenigstens teilweise vorherverkündet. Der Allerhöchste wollte nämlich durch diese frühzeitigen, reichen und wunderbaren Prophezeiungen und Vorbilder kundtun und bezeugen, welche Liebe und Sorgfalt Er für die Menschen habe und mit welchen Schätzen Er Seine Kirche bereichern wolle. Zugleich wollte Er aber auch unsere Lauheit und Gleichgültigkeit tadeln. Denn jene Altväter und Propheten haben durch die bloßen Schattenbilder und Vorbilder zur göttlichen Liebe sich entflammt und dem Herrn Lob- und Jubellieder gesungen; wir aber, die wir die Wahrheit besitzen und den hellen Tag der Gnade schauen, vergessen gefühllos so große und zahllose Wohltaten; wir verlassen das Licht und suchen die Finsternis.
(Geoffenbart der ehrwürdigen Dienerin Gottes, Maria von Jesus zu Agreda)
 
 

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