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Auch der Untergang der "Titanic" hat seine Vorgeschichte. Unter den Hunderten von Werftarbeitern, die am Bau dieses Riesenluxusschiffes beteiligt waren, waren viele Gotteshasser. Flüche und Gotteslästerungen begleiteten die Arbeit.. Sogar an die Schiffswände schrieben sie ihre gehässigen Gesinnung: "Nicht einmal Christus kann es versenken" und oberhalb der Tauchlinie konnte man mit Riesenlettern lesen: "Weder Gott noch der Papst" und auf der anderen Seite: "Weder die Erde noch der Himmel können dich verschlingen". Obwohl diese Aufschriften mit Lack überstrichen wurde, kamen sie doch größtenteils wieder zum Vorschein. Ein katholischer Angestellter der Schiffswerft schrieb seinen Verwandten in Dublin: "Ich bin überzeugt, dass das Schiff wegen der Blasphemien, die seine Wände bedecken, nicht in Amerika eintreffen wird." Am 10. April 1912 lief die "Titanic" in Southampton zur Überfahrt nach New York aus. Sie hatte außer der Besatzung 2201 Passagiere an Bord, darunter viele Auswanderer in die Neue Welt. In der Nacht zum Weißen Sonntag stieß das Schiff 300 Seemeilen südlich von Neufundland gegen einen Eisberg. Es war 23:40 Uhr. Der Anprall war so wenig spürbar, dass die schlafenden Reisenden nicht einmal erwachten. Aber das Schiff war zu Tode getroffen. Innerhalb von wenigen Sekunden riß der Eisberg ein 100 m breites Loch in die Schiffswand, ein Drittel der Gesamtlänge unterhalb der Tauchlinie. Die SOS-Signale und Notraketen der berühmten "Titanic" wurden von anderen Schiffen nicht ernst genommen. Die 16 Rettungsboote und 4 Flöße, von einer unverantwortlichen Schiffsbaugesellschaft mehr als Zierde eingeplant, waren nur für einen Bruchteil der Reisenden ausreichend. Während das Bordorchester weiterhin Tanzmusik spielte, erreichte das Wasser schon den Kessel- und Kielraum. Um ein Uhr nachts sank der Bug und kurz darauf das ganze Vorderschiff. Erst jetzt begriffen die Passagiere den Ernst der Lage. Die ersten Rettungsboote, unter der Parole einer "Übung" nur schwach besetzt zu Wasser gelassen, fehlten nun bei der ausbrechenden Panik. Nur 660 Personen konnten sich in die Rettungsboote flüchten. Über 1500 mußten auf dem sinkenden Schiff ausharren. Die Gläubigen begannen mit inbrünstigen Gebeten, begleitet von dem Lied der Bordkapelle: "Näher mein Gott zu Dir, näher zu Dir". Um 2.20 Uhr sank der Ozeanriese, der Stolz der britischen Handelsmarine. 1750 Menschen ertranken, 711 konnten gerettet werden. Die Worte "Weder Gott noch der Papst" wurden vom Eisberg entzweigeschnitten. Sie standen dicht über der gefährdeten Tauchlinie. Dieselben Lästerungen hatte Kapitän Smith, der Kommandant des Schiffes, während des letzten Mittagessens wiederholt. Bald darauf bezahlte er selbst seine gottlose Verwegenheit mit dem Leben.
Diese Herren Gottlosen hatten gemeint, ihre Lästerungen würden Jahre und Jahrzehnte den Ozean kreuzen als ein Beweis von Menschenmacht und Gottes Ohnmacht. Nun hatten sie den unwiderlegbaren Beweis, dass die Menschen ohnmächtig sind vor Gottes Macht, und dass es unsagbare Torheit ist, den Allmächtigen Gott herauszufordern.

 

 

 

 

Das Lied: "Näher, mein Gott, zu Dir," ist von der Kapelle der Titanic bis zum Untergang des Schiffes gespielt worden. 1500 Passagiere verloren bei diesem tragischen Schiffsunglück ihr Leben.

In der Nacht des 14. April 1912 ereignete sich eine der tragischsten Schifffahrtskatastrophen der Geschichte. Der Glaube an den technischen Fortschritt und die errungenen Meilensteine wurden zutiefst erschüttert, der scheinbaren Allmacht des menschlichen Verstand wurde ein schwerer Schlag versetzt.

Als am 10. April 1912 pünktlich um 12.00 Uhr das Schiff ihrer königlichen Majestät, die RMS Titanic, ihren Mutterhafen Southhampton verließ, erwarteten die unzähligen Passagiere eine historische Überfahrt, die alle bisherigen Rekorde brechen sollte. Eine historische Fahrt wurde es…

 

Näher mein Gott zu Dir

Näher mein Gott zu Dir,
Näher zu Dir!
Drückt mich auch Kummer hier,
Drohet man mir,
Soll doch trotz Kreuz und Pein,
Dies meine Losung sein:
Näher mein Gott zu Dir,
Näher zu Dir!

Bricht mir, wie Jakob dort,
Nacht auch herein,
Find ich zum Ruheort
Nur einen Stein,
Ist selbst im Traume hier
Mein Sehnen für und für:
Näher mein Gott zu Dir,
Näher zu Dir!

Geht auch die schmale Bahn,
Aufwärts gar steil,
Führt sie doch himmelan
Zu meinem Heil.
Engel so licht und schön
Winken aus selgen Höhn:
Näher mein Gott zu Dir,
Näher zu Dir!

Ist dann die Nacht vorbei,
Leuchtet die Sonn,
Weih ich mich Dir aufs neu
Vor Deinem Thron,
Baue mein Bethel Dir,
Und jauchz mit Freuden hier:
Näher mein Gott zu Dir,
Näher zu Dir!

Ist mir auch ganz verhüllt
Mein Weg allhier:
Wird nun mein Wunsch erfüllt
Näher zu dir!
Schließt dann mein Pilgerlauf,
Schwing ich mich selig auf
Näher mein Gott zu Dir,
Näher zu Dir! 

Titanic/TitanikAm 14. April 1912 um 23:40 Uhr rammte die Titanic einen Eisberg, der einen vier Meter breiten Riss in ihrer Steuerbordseite verursachte. Die erste Meldung des vierten Offiziers Boxhall lautete, dass er keinen schwerwiegenden Schaden feststellen konnte.
Zweieinhalb Stunden später war der „unsinkbare“ Ozeanriese vollständig gesunken und begrub mit sich mehr als 1500 Passagiere in der eiskalten Stille des weiten nordatlantischen Ozeans.

Inmitten der ganzen Dramatik der letzten Stunden an Bord des sinkenden Luxusliners, erzählt die Legende die bewegende Geschichte der White Star Line Band. Jene acht Männer, die bis zuletzt an Deck blieben und die Musik nicht aufhören ließen. Mit aufmunternder „Ragtime“ Musik versuchten sie die Leute zu beruhigen. Währendessen begann der Bug des Schiffes sich tiefer und tiefer zu neigen, das Heck erhob sich aus dem Wasser. Es blieb wenig Zeit – aber die Band spielte weiter.
Als um 2:00 Uhr morgens das letzte Rettungsboot die RMS Titanic verlassen hatte und über 1500 Passagiere zurückblieben, entließ Bandführer Hartley Wallace seine Musiker vom Dienst und begann alleine die ersten Noten einer simplen Hymne zu spielen. Nacheinander stimmten die Bandmitglieder, nicht bereit ihre Stellung zu verlassen, ein.
Es war das letzte Lied, das die Band spielen würde und das letzte, das die Überlebenden hören würden. Minuten später wurde die gesamte Band weggeschwemmt, als die Titanic in zwei Teile zerbrach und im Meer verschwand.

Es war das letzte Lied, das Tausende mit in die schwarzen Tiefen nahmen.

Elwane Moody, ein damals weltbekannter Schiffsmusikant aus Leeds, war ein guter Freund von Wallace Hartley. Zusammen hatten sie bereits 22 Atlantiküberquerungen hinter sich. Nicht lange vor der Jungfernfahrt der Titanic fragte Moody seinen Freund was er tun würde, wäre er jemals auf einem sinkenden Schiff?

Hartley schaute nachdenklich, überlegte einen Moment und antwortete:

Ich denke, ich könnte nichts Besseres als „Näher, mein Gott zu dir!“ spielen.

Titanic/TitanikEine einfache Hymne, die in einer bestimmten Situation, an einem besonderen Tag, zu einer hoffnungslosen Stunde, Tausenden Trost spendete. Gleichzeitig drückten die Strophen den sehnlichsten Herzenswunsch und das unverrückbare Ziel von acht Schiffsmusikanten aus – „Näher, mein Gott zu dir! Näher zu dir!“

Den grauenhaften Tod im eiskalten Wasser des Nord-Atlantiks vor Augen, durften Wallace Hartley und seine Band dennoch mit ruhiger Seele dem entgegensehen was bevorstand. Sie wussten, was sie hinter den dunklen Fluten erwarten würde.

Der Apostel Paulus, selber oftmals verfolgt, gesteinigt, gefangen genommen, nach erlittenen Schiffsbrüchen und Krankheit, kann doch aus voller und tiefster Überzeugung schreiben:

In allem sind wir bedrängt, aber nicht erdrückt, keinen Ausweg sehend, aber nicht ohne Ausweg; verfolgt aber nicht verlassen; niedergeworfen, aber nicht vernichtet; […] denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig. (2.Korinther 4,8-9+18a)

So heißt es in einem anderen bekannten, alten Kirchenlied:

Seligstes Wissen: Jesus ist mein!
Köstlichen Frieden bringt es mir ein.
Leben von oben, ewiges Heil,
Völlige Sühnung ward mir zuteil.

Allein Gott kann solch einen Frieden in ein menschliches Herz legen. Mit der Sühnung deiner Schuld durch Jesu Opfer am Kreuz von Golgatha wurde auch dir dieser köstliche Friede und ewiges Heil geschenkt. Doch die Entscheidung, ob du dieses Geschenk im Glauben annimmst, liegt bei dir!

Wie viele der 1500 Verstorbenen an jenem schicksalhaften 14. April 1912 ertranken mit einer inneren Leere, nach einem Leben der verzweifelten Suche nach Erfüllung in Luxus und Wohlstand?

Es ist ein Schrei in der Seele, auf den aus der Welt keine Antwort kommt. (Fisher)

Hat deine Seele schon köstlichen Frieden gefunden? Ist die Leere deines Herzens gefüllt?

Ist mir auch ganz verhüllt dein Weg allhier,
wird nur mein Wunsch erfüllt: Näher zu dir!

Wie wird das letzte Lied Deines Lebens lauten?

 

Bei dem so tragischen Untergang der "Titanic" berichtete die New Yorker Zeitschrift "America": "Alle Überlebenden, mit denen wir gesprochen haben, berichten von einem außerordentlich ergreifenden und tröstenden Vorfall, der sich bei dem Unglück abspielte. Der Benediktinerpater Josef Peruschitz aus Bayern und P. Byles aus England waren, als die Katastrophe eintrat und die Frauen in die Boote gerettet wurden, sofort zur Stelle, um allen, so weit es möglich war, zu helfen. Einige merkten anfangs die Gefahr noch nicht; als diese aber näher kam und die Aufregung furchtbar wurde, verlangten alle mit großer Inbrunst nach dem Beistand der Priester. P. Byles tröstete die englisch sprechenden Passagiere und absolvierte die vielen Katholiken...Als das letzte Boot herabgelassen worden war und von der Titanic sich entfernt hatte, hörten die Insassen dieses Boot deutlich, wie die beiden Priester den Rosenkranz vorbeteten und wie eine große Anzahl Passagiere kniend in inbrünstigem Gebet antwortete...Dann erloschen die Lichter, so dass man in den letzten Augenblicken nichts mehr sehen konnte; aber man hörte weder Jammergeschrei noch Schreckensrufe. Nur die friedvollen Stimmen des Gebetes klangen herüber, als das Schiff in den Wellen verschwand..."
 
 

 

 



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